Die aktuelle Zahl der Gewaltdelikte, die sich gezielt gegen trans und homosexuelle Menschen richtet ist in Deutschland aktuell auf einem Höchststand. Immer häufiger geraten CSDs ins Visier von rechten Gruppen und queerfeindlichen Akteur*innen. Gerade in ländlichen Regionen nehmen Einschüchterungen und queerfeindliche Angriffe zu.
Wenn also die bunten Bilder durch die Presse gehen, ist es wichtig, im Kopf zu behalten, dass diese Demonstration nicht nur eine bunte Parade ist, sondern in erster Linie ein Aufruf zur Wachsamkeit und Solidarität mit denen, die angesichts des steigenden Rechtsdrucks Angst haben und vielleicht genau deswegen in diesem Jahr nicht auf die Straße gehen.
Und wenn die Nordkirche sich an dieser Demonstration beteiligt, heilt das zum Teil alte Wunden, die Queers auch auf kirchlichen Terrain davon getragen haben. Gerade jetzt brauchen wir Unterstützung und Solidarität! Gegen die Angst! Und gegen den Hass!